03.04.2025
Der ZVEI fordert die EU auf, geschlossen und selbstbewusst auf die Ankündigung breit angelegter, einseitiger Zollerhöhungen durch die USA zu reagieren. „Die US-Regierung benimmt sich wie der Bully auf dem Schulhof und will sich offensichtlich bewusst über internationale Gepflogenheiten hinwegsetzen“, sagt ZVEI-Geschäftsführer Wolfgang Weber. „Dagegen müssen wir uns in Europa zur Wehr setzen. Die EU darf sich nicht rumschubsen lassen.“
„Der Schlüssel sind entschlossene, zielgerichtete Gegenmaßnahmen“, erklärt Weber. „Die deutsche und europäische Elektro- und Digitalindustrie bietet Produkte, auf die die US-Wirtschaft nicht verzichten kann. Darauf sollten wir uns besinnen. Wenn die Trump-Regierung es ernst mit der Reindustrialisierung der USA meint, dann brauchen sie uns als Ausrüster für ihre Fabriken“, zeigt sich Weber entschlossen. „Und wenn der US-Präsident einen Deal machen will, dann machen wir einen Deal – aber auf Augenhöhe.“
Eine weitere Option skizziert der ZVEI-Geschäftsführer angesichts der laufenden Hannover Messe, bei der die guten Beziehungen zum Gastland Kanada in vielen Gesprächen und Diskussionen offensichtlich werden, als zusätzliches Argument für eine klare Position gegenüber den USA: „Kanada zeigt auf allen Ebenen, dass sie ein verlässlicher und attraktiver Partner für Europa sind. Die EU sollte erwägen, Kanada die EU-Mitgliedschaft anzubieten“, fordert Weber.