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14.02.2019
Die Elektroindustrie gestaltet und begleitet die Mobilitätswende wesentlich. Durch innovative Technologien – sei es Elektromobilität, automatisiertes Fahren, Vernetzung, Sensorik oder Künstliche Intelligenz - trägt sie dazu bei, die Herausforderungen im Verkehrssektor zu bewältigen.
Die von der Bundesregierung angestrebte 40-Prozent-Verminderung von Treibhausgasen bis 2030 gegenüber 1990 für den Verkehr ist erreichbar, wenn auch unter Ausreizung aller technischen Hebel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, vom BDI veröffentlichte, Studie, an der sich unter anderem der ZVEI beteiligt hat.
Die Analyse identifiziert die Elektrifizierung als wesentlichen Schlüssel für die Mobilitätswende. Der Antriebswechsel zur Elektromobilität sowie die Erhöhung der Verfügbarkeit CO2-neutraler Kraftstoffe könnten zusammen rund drei Viertel der erforderlichen Treibhausgasreduktionen ausmachen. Dafür müsse der Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen zwischen 2025 und 2030 von rund 30 Prozent auf etwa 75 Prozent ansteigen und der Einsatz CO2-neutraler Kraftstoffe gegenüber 2015 um das Vier- bis Fünffache ansteigen. Ein weiteres Viertel der Treibhausgase ließe sich durch die Verlagerung des Verkehrs auf andere Verkehrsträger, wie zum Beispiel die Schiene, und durch Effizienzsteigerungen einsparen.
Für die Elektrifizierung des Verkehrs müsse vor allem die erforderliche Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Auch müsse beispielsweise der Ausbau der Infrastruktur für den Oberleitungs-LKW besonders schnell angegangen werden. So wären bis 2030 statt 500 rund 2.500 Kilometer Autobahn zu elektrifizieren. Rund 120.000 schwere Nutzfahrzeuge seien bis dahin mit Oberleitung, Brennstoffzelle, batterieelektrischem Antrieb und Plug-In-Hybrid-Antrieb auszustatten.
Die Studie ist eine Sonderauswertung für den Verkehrssektor, die auf der im Januar 2018 veröffentlichten Studie „Klimapfade für Deutschland“ basiert.